| Der
Karnische Höhenweg Ein Weg mit Vergangenheit Ein Weg mit Zukunft Walther Schaumann |
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Die Ersten, die in der Abgeschiedenheit des Lesachtales Zuflucht suchten, dürften Ende des 6. und anfangs des 7. Jahrhunderts Flüchtlinge und Vertriebene der Völkerwanderung gewesen sein. Viel später hielten sich am Karnischen Hauptkamm lange Zeit nur Hirten und ihre Herden auf, dort wo sich gerade noch Weidegründe anboten. Anders die Jäger, vor allem jene die der Gemsjagd huldigten. |
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Von denen uns allerdings nur wenige bekannt sind, da viele der Jäger ihre Leidenschaft als Wilderer ausübten und daher begreiflicher Weise keinen besonderen Wert auf Publicity legten. Der wahrscheinlich berühmteste unter ihnen war Pietro Samassa aus Collina, der dann zu einem begehrten Führer werden sollte. Erst nach der Mitte des 19. Jahrhunderts begannen allmählich die Bergsteiger die Jäger bei den Erstbesteigungen abzulösen. |
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Mit der neuen Grenzziehung des Jahres 1753 entlang des Karnischen Hauptkammes
gesellte sich noch eine dritte Personengruppe dazu, die Schmuggler, auch
Schwärzer genannt. Auf
ausgesetzten Pfaden im unwegsamen alpinen Gelände waren die Schmuggler
mit ihren schweren Buckelkörben unterwegs, von Süden mit gutem
italienischem Wein, von Österreich mit den begehrten Zigaretten und
Tabak. Dass ab und zu Kühe auf unerklärliche Weise nach Süden
desertierten, soll gar nicht so selten vorgekommen sein. Es war die bittere
Armut in den Tälern dies- und jenseits der Grenze, die viele dazu zwang
auf diese Art und Weise durch ein nicht gerade legales "Nebenerwerbseinkommen"
ihre Familien mühsam und gefahrvoll zu ernähren. |
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Damit entstand eine natürliche personelle Reserve, die dem Alpenverein, sobald das Führerwesen reglementiert war, viele der zu autorisierenden Bergführer stellen konnte. Als dann im Ersten Weltkrieg 1915 auch der Karnische Hauptkamm zur Front wurde, waren diese Männer auf beiden Seiten unentbehrliche Führer für die Truppe im schwierigen alpinen Gelände. |
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Geschichte
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